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Mehmet Özsoy, F.E.B.U

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PROSTATAKREBS - Diagnostik

Mit einer jährlichen Häufigkeit von 200/100 000 Männern im westlichen Teil Europas ist das Prostatakarzinom neben den Tumoren der Haut mitunter die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes ab dem 70. Lebensjahr. Tendenziell wird mit einem weiteren Anstieg der Häufigkeit innerhalb der kommenden Jahre gerechnet, was dazu führt, dass dieses Krankheitsbild eine Herausforderung an das Gesundheitssystem darstellt.

Resultierend aus dieser Vorausschau lässt sich eine genaue Diagnostik und eine individuell an den Patienten angepasste Therapie nicht umgehen. Immer wieder standen in den letzten Jahren unterschiedliche Risikofaktoren zur Diskussion, die prädisponierend für die Entwicklung eines Prostatakrebses sein könnten, wie z.B. Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, chronische Entzündung oder UV-Strahlung. Wissenschaftlich nachweisen konnte man allerdings mit Sicherheit nur das familiäre Risiko.

 

Die Diagnostik umfasst neben der Tastuntersuchung der Prostata auch die Ermittlung des PSA Wertes aus dem Blut, diese Testung ist allerdings in ihrer Wertigkeit sehr umstritten.

Der PSA Wert kann abhängig von unterschiedlichen Umständen und Faktoren beeinflusst werden, dazu zählen unter anderem Entzündungen, Radfahren oder ein Samenerguss bis zu 24 Stunden vor der Blutabnahme, das Prostatavolumen etc., weshalb ein einzelner Wert noch keine Aussagekraft besitzt. Aus diesem Grund sollte bei einem einmalig erhöhten PSA Wert die Abnahme in 4-6 Wochen wiederholt werden, um etwaige Beeinflussungen durch die genannten Faktoren ausschließen zu können. Gemäß Studienlage liegt das Risiko für ein Prostatakarzinom bei einem PSA Wert von 0-0.5 ng/ml bei ungefähr 6,6 Prozent und steigt bei einem PSA Wert von 3.1-4 ng/ml auf ca. 26.9%.

 

Bleibt der PSA Wert erhöht, sollte als nächste Maßnahme eine Gewebeentnahme aus der Prostata zur weiteren Diagnostik erfolgen. Die gängiste Methode ist die ultraschallgezielte Stanzbiopsie der Prostata, bei der die Entnahme durch einen Zugang über den Enddarm erfolgt. Die Methode ist relativ komplikationsarm, zu möglichen Komplikationen zählen vor allem Blut im Sperma (37.4%), Blut im Harn für mehr als einen Tag (14.5%) und Fieber (0.8%). Es sollten mindestens 12 Biopsien aus unterschiedlichen Stellen der Prostata entnommen werden.

 

MRT FUSIONIERTE PROSTATABIOPSIE

Die Biopsie lässt sich durch eine vorherige MRT Untersuchung der Prostata unterstützen, da eine MRT fusionierte Prostatabiopsie zu einer verbesserten Diagnostik beiträgt. Laut aktueller Datenlage führt sie nämlich zu einer signifikant höheren Detektionsrate (70%) im Vergleich zur herkömmlichen Biospie (40%), wodurch auch aggressive und schlechter differenzierte Karzinome häufiger entdeckt werden können.

Bevor man eine wiederholte Biopsie in Erwägung zieht, empfiehlt die "Europäische Leitlinien für Prostatakarzinom eine MRT Untersuchung der Prostata. Man kann also zusammenfassend sagen, dass diese neue Methode überlegenere Möglichkeiten bezüglich der Abklärung eines etwaigen Prostatakarzinoms bietet und die Notwendigkeit einer Zweitbiopsie reduziert.

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